Die giftige Verwandtschaft

„Es wirkt gar mühelos, heimatverbunden und kritisch zugleich zu sein, spritzigem, ja turbulentem Theater Tiefgang zu verleihen. Das Stück ist hautnah am Leben, und doch vollführt es überraschende Wendungen. Einfallsreiche Pointen sind geschickt gestreut, klassische Gags gekonnt eingewebt“ (Fränkischer Anzeiger)

“Mit der turbulenten Komödie um Omas Geld und Häuschen hat die Gruppe erneut den Geschmack der Gäste voll getroffen. Wenn Oma Hildegard den Obdachlosen Siggi und seine Ratte bei sich aufnimmt, fängt es bei der habgierigen Verwandtschaft gewaltig zu menscheln an. Da steigt der Herztropfenkonsum von Sohn Eduard sprunghaft an. Tochter Margit flüchtet hilflos an den Herd, und die Schwiegerkinder Hermann und Gertrud vereinen sich zum Modkomplott. Selbst die Enkel ersinnen Bosheiten, um dem Schicksal auf die Sprüng zu helfen. (….) Herzerfrischendes Volkstheater, das das Publikum begeisterte ” (Südkurier)

Das neue Spektakel der Thea(l)ternativ-Mimen ist eine Komödie von Arno Boas. … Am Ende kam eine mit viel erzgebirgischem Lokalkolorit gespickte Kriminalkomödie heraus, die nicht nur die Lachmuskeln des Publikums strapaziert, sondern auch den gewünschten und vom Ensemble prophezeiten Nebeneffekt zeitigte: Aha, so haben die auf der Bühne da also Spießbürgertum, Raffgier, Familienneid und Eifersüchteleien, aber auch Verständnis, Zuwendung, Geborgenheit und Liebe verstanden und weitergereicht an das, wohl vom Aha-Effekt selbst überraschte und deshalb nicht mit Applaus sparende Publikum. Die Rezeptur war in dem Sinne zwar einfach zu handhaben, aber in der Leichtigkeit des Seins eher schwer zu machen. Denn in einer solchen Giftküche kann ein Zuviel an Zucker für den Affen leicht übersüßt schmecken und deshalb in der toxischen Wirkung auf die Verwandtschaft zu unliebsamen Nebenwirkungen abgleiten. (Freie Presse)

Bereits nach den ersten Minuten ist das Publikum gefangen von der dichten Atmosphäre, die Regisseur und Theatergruppe auf die Bühne zaubern. Immer wieder gibt es bei dem turbulenten Geschehen begeisterten Zwischenapplaus und lautes Gelächter. Erfrischend echt streiten und toben die Schauspieler über die Bühne, untermalt von gelegentlichen Musikeinblendungen. (Fränkische Nachrichten)