Kurz gesagt: Ein Theaterverlag — oft auch Bühnenverlag genannt — ist der Partner zwischen Autorinnen und Autoren und den Bühnen, die ihre Stücke spielen möchten. Er kümmert sich um Rechte, Texte und den Weg zur Aufführung.
Ein Theaterverlag vertritt dramatische Werke für die Bühne. Anders als ein Buchverlag steht nicht das Lesebuch im Mittelpunkt, sondern die öffentliche Aufführung: Wer ein Stück spielen will, braucht in der Regel die Erlaubnis der Rechteinhaber — und genau dafür ist der Theaterverlag da.
Typische Kundinnen und Kunden sind professionelle Theater, aber auch Amateurtheater, Schul- und Jugendbühnen sowie Seniorenensembles. Der Verlag kennt sein Repertoire, die Spielbarkeit der Stücke und die Bedingungen für die Nutzung.
Zu den zentralen Aufgaben gehören:
Auch Laienbühnen führen urheberrechtlich geschützte Stücke auf. Ohne entsprechende Erlaubnis sind öffentliche Aufführungen in der Regel nicht erlaubt — unabhängig davon, ob Eintritt verlangt wird. Der Theaterverlag macht den Weg rechtssicher: Stück finden, lesen, anfragen, Vertrag schließen, spielen.
Für viele Gruppen ist außerdem wichtig, dass die Texte spielbar sind: klare Sprache, flexible Besetzung, überschaubare Bühnenbilder — genau darauf spezialisieren sich Verlage fürs Amateurtheater.
Erlaubt ist die öffentliche Aufführung eines geschützten Stücks nur mit Vertrag und nach den Bedingungen des Verlags. Dazu gehört auch, das vorgesehene Textmaterial zu nutzen und die Aufführungsgebühren zu zahlen.
Nicht erlaubt sind unter anderem: Aufführen ohne Genehmigung, unkontrolliertes Kopieren oder Weitergeben der Rollenhefte außerhalb der vereinbarten Nutzung sowie das „einfach aus dem Netz ziehen“ und Proben starten. Verstöße gegen das Urheberrecht können zivil- und strafrechtlich relevant sein.
Ob Eintritt verlangt wird oder die Vorstellung dem guten Zweck dient, ändert an der Erlaubnispflicht nichts: Auch dann brauchen Sie einen Vertrag.
Theaterverlage nehmen auch neue Stücke an. Wer schreiben möchte, reicht ein Manuskript ein; der Verlag prüft Spielbarkeit. Beim Theaterverlag Arno Boas gilt: ausschließlich als PDF per E-Mail, Prüfung bis zu acht Wochen — Details stehen auf der Autorenseite unter „Manuskript“.
Der Theaterverlag Arno Boas ist seit 1997 ein Bühnenverlag für das Amateurtheater. Im Programm liegen über 250 Stücke — von der Komödie über den Krimi bis zum Märchen und Drama. Die Werke sind in verständlicher Umgangssprache verfasst und lassen sich leicht in jeden Dialekt übertragen oder auf Hochdeutsch spielen.
Ensembles können Stücke filtern, merken und anfragen; zu jedem Stück gibt es eine Leseprobe (50 % des Inhalts) zum direkten Download. Preise und Bedingungen sind transparent dokumentiert.
Neue Stücke und Aktuelles aus dem Verlag – ein paar Mal im Jahr, herzlich und ganz ohne Werbeflut.
Ja. Vor der ersten Aufführung eines urheberrechtlich geschützten Stücks wird ein Aufführungsvertrag geschlossen. Aufführungen ohne Vertrag sind nicht gestattet — auch bei Wohltätigkeit oder ohne Eintritt.
Bei abendfüllenden Stücken des Theaterverlags Arno Boas beträgt die Aufführungsgebühr 10 % der Eintrittseinnahmen, mindestens 50 € je Aufführung (zzgl. 7 % MwSt); dazu kommen ggf. Kosten für den Rollensatz. Einakter, Kurzstücke und Sketche werden pauschal abgerechnet. Alle Details stehen unter Preise & Bedingungen.
Beim Theaterverlag Arno Boas ausschließlich als PDF per E-Mail. Format, Fristen und Aufnahmebedingungen stehen auf der Autorenseite unter „Manuskript“.